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22. September 2011

Eiserner Rhein: belgische und niederländische Regierung beschließen Modernisierung der historischen Trasse

"Die belgische und die niederländische Regierung haben sich kürzlich gemeinsam für eine Inbetriebnahme der historischen Trasse ausgesprochen und beschlossen, diese Bahnverbindung zu modernisieren und zu elektrifizieren." Das teilte heute der Viersener Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Berger in Düsseldorf mit. Dieser Entschluss ist in einem entsprechenden Schreiben den zuständigen Ministern in Bund und Land mitgeteilt worden.

"In diesem Schreiben wird klar zum Ausdruck gebracht, dass von belgischer und niederländischer Seite die A 52-Variante keine Alternative ist.", so Berger. Auch das Gutachten des Bundesverkehrsministeriums zum Bedarfsplan für die Bundesschienenwege von November 2010 belege deutlich, dass die Wirtschaftlichkeit der historischen Trasse eindeutig höher sei, als die einer Neubauvariante an der A 52. Da die Neubautrasse die veranschlagten Kosten wahrscheinlich deutlich übersteigen würde, ist im Gutachten sogar von einer Unwirtschaftlichkeit die Rede. Ohnehin sei für die A 52- Variante weder Geld hinterlegt, noch eine politische trinationale Einigung vorhanden.

Berger: "Die A 52-Variante steht außerhalb jeder vernünftigen Überlegung. Ich habe mich deshalb an den nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Voigtsberger gewandt und ihn gebeten, der belgischen Regierung die Möglichkeit einzuräumen, ihren Standpunkt im Ausschuss des Landtages zu verdeutlichen. Die historische Trasse muss wieder als ernstzunehmende Variante in die Diskussion. Ich fordere alle politischen Vertreter unserer Region nachdrücklich auf, im Verbund mit Belgien, den Niederlanden und Berlin, sich gegen die A 52-Trasse auszusprechen."