Presse-Information
vom 20.7.2011
Christian
Weisbrich und Dr. Stefan Berger: "Es ist unser
Schulmodell, das sich in diesem Schulkonsens
widerspiegelt"
"Es ist unser
Schulmodell, das sich in diesem Konsens
widerspiegelt. Es ist unsere Handschrift, die dieser
Schulkonsens trägt." Das erklären die
CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Berger und
Christian Weisbrich. Gestern hat die
CDU-Landtagsfraktion in Düsseldorf ohne Gegenstimme
die "gemeinsamen Leitlinien für die Gestaltung
des Schulsystems in Nordrhein-Westfalen"
verabschiedet. Vorausgegangen war eine "sehr
sachliche, sehr ernsthaft geführte Diskussion über
die Zukunft der Schulen in NRW", so Berger.
Hinter den "gemeinsamen Leitlinien für die
Gestaltung des Schulsystems in
Nordrhein-Westfalen" verbirgt sich eine
Vereinbarung von CDU, SPD und Bündnisgrünen in
Nordrhein-Westfalen zu einem dauerhaften
Schulfrieden. Christian Weisbrich: "Die
Kernpunkte sind: Das vielfältige und gegliederte
Schulsystem wird in der Verfassung des Landes
Nordrhein-Westfalen verankert. Damit gibt es eine
verfassungsrechtliche und politische Sicherung des
gegliederten Schulsystems. Es bleibt damit
schulische Wirklichkeit in NRW, es wird keine
bewährte Schulform abgeschafft. Das ist die
politische und verfassungsrechtliche Absage an die
Einheitsschule, damit wird es keine Einheitsschule
in Nordrhein-Westfalen geben. Es wird auch keine
Gemeinschaftsschule in Nordrhein-Westfalen geben.
Das ist glasklare CDU-Handschrift."
Für die Klassen
fünf bis zehn eröffne der Schulkonsens die
Möglichkeit einer neuen Schulform, der so genannten
Sekundarschule. Sie führe zur beruflichen Reife wie
zur Oberstufenreife, biete selbst aber keine
Oberstufe an. Berger: "Das stärkt die
Gymnasien im Land." Auch entfielen in dieser
Sekundarschule die strikten gymnasialen Standards in
den Klassen fünf und sechs. Damit sind die Kinder
nicht mehr gezwungen, in der sechsten Klasse die
zweite Fremdsprache zu erlernen. Als Wahlfach wird
sie angeboten. Die Sekundarschule könne integrativ,
teil-integrativ oder kooperativ (mit getrennten
Bildungsgängen) arbeiten. In welcher Form sie auch
immer beschlossen werde, die Schulen bekämen alle
die gleiche Ausstattung: "Eine Privilegierung
wie bei der von Rot/Grün geplanten
Gemeinschaftsschule wird es nicht mehr geben",
erklären die Abgeordneten. Die Entscheidung über
die Schulform treffe der Schulträger im regionalen
Konsens. Berger: "Auch das haben wir im
Schulkonsens festgeschrieben."
Gemeinsames Fazit
der Abgeordneten: "Es war die CDU in NRW, die
auf ihrem Siegener Parteitag im März dieses Jahres
den Schulkonsens gefordert und die Weichen für den
Schulkonsens gestellt hat. Wir erhalten ein
maßgeschneidertes, vielfältiges Schulsystem, das
maßgeschneiderte Lösungen für den ländlichen und
auch für den städtischen Raum liefert."
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