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Presse-Information
vom 28.5.2009
Dr. Stefan Berger MdL:
Milch darf nicht einfach verramscht
werden
"Es ist eine Schande, was sich heutzutage auf dem Milchmarkt
abspielt. Die Preise für Milchprodukte sind inzwischen auf einem so
niedrigen Stand, dass die Mehrheit der Milchbauern in unserem Land in
ernsthaften Existenzschwierigkeiten stecken." Das sagte der Viersener
CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Berger am Rande der heutigen Plenarsitzung.
"Diese Situation dürfen wir nicht einfach hinnehmen!" Das
hochwertige Lebensmittel Milch dürfe nicht einfach verramscht werden.
Zudem werde hochwertige Milch immer häufiger durch günstige Ersatzstoffe
ersetzt. Darunter leide logischerweise der Milchabsatz. Die CDU-Fraktion
hat daher einen Antrag unter dem Titel "Rasches Handeln und
gemeinsame Anstrengungen für eine gute Zukunft der Milchwirtschaft in
Nordrhein-Westfalen" in den Landtag eingebracht, in dem sie unter
anderem eine eindeutige Kennzeichnung von Lebensmitteln, die
Milchersatzstoffe enthalten, fordert. Anhand dieser Kennzeichnung könne
der Verbraucher dann entscheiden, ob er Wert auf wahre Milchprodukte legt,
oder sich mit Milchersatzstoffen zufrieden gibt. "Ich bin davon
überzeugt, dass der Verbraucher bereit ist, für hochwertige Milch mehr
zu zahlen als die aktuellen Dumping-Preise", so Berger. Besonders die
Discounter müssten sich ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung
stellen. Erst kürzlich habe ein großer Discounter offensiv damit
geworben, die Verkaufspreise für Milch um 10 Cent zu erhöhen, um dieses
Geld direkt an die Milchbauern weiterzugeben. In Wahrheit sei davon jedoch
nichts bei den Erzeugern angekommen und die Preise seien weiter in den
Keller gegangen. Berger: "Die Manager dieser Lebensmittelketten sind
nicht besser als die geldgierigen Banker, die die Finanzkrise ausgelöst
haben!"
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