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Presse-Information
vom 7.9.2011
Mit gutem Beispiel vorangehen

Das Wort "Nachhaltigkeit" hat seinen
Ursprung im "forstwirtschaftlichen
Nachhaltigkeitsdenken". Bereits in der Mitte
des 16. Jahrhunderts wurde über den nachhaltigen
Umgang mit natürlichen Ressourcen diskutiert. Der
Sohn eines Oberforstmeisters, Hans Carl von
Carlowitz, schrieb 1713 von der ‚nachhaltigen
Nutzung der Wälder'. Von ihm in die Wirklichkeit
umgesetzt wurde dieser Gedanke nie. Im Gegensatz zu
von Carlowitz hat die Gemeinde Brüggen ein Konzept
für die nachhaltige Nutzung von natürlichen
Ressourcen entwickelt. Sie nutzt ihren
"Forstvorrat" für die Gewinnung von
Energie. Rund 48 Prozent des Gemeindegebietes sind
Wälder. Um das Holz zur Gewinnung von Wärme nutzen
zu können entstand im Gewerbegebiet Christenfeld
der Forstbetriebshof für die Herstellung, Trocknung
und Lagerung von Holzhackschnitzeln. Im
Energiezentrum, welches in der Mitte von Brüggen
entstanden ist, sollen die Holzhackschnitzel zur
Wärmegewinnung verarbeitet werden. Ziel ist es, das
Rathaus, das Schulzentrum, die Feuerwehr, den Bauhof
sowie die entstehende Mehrzweckhalle mit Wärme aus
dem Energiezentrum zu versorgen. Von dieser
Wärmeerzeugung machten sich der heimische
Bundestagsabgeordnete, Uwe Schummer, sein Kollege
Andreas Jung MdB, dem Vorsitzenden des
Parlamentarischen Beirats für nachhaltige
Entwicklung, die Vorsitzende der CDU Brüggen,
Claudia Wolters, und der Brüggener Bürgermeister,
Gerhard Gottwald, sowie weitere CDU Mitglieder im
Forstbetriebshof und im Energiezentrum einen
Eindruck. Auf die Nachhaltigkeit dieser neuen
Energiegewinnung wird größter Wert gelegt.
"Für die Energiegewinnung werden wir nur
soviel Holz verwenden, wie auch jährlich
nachwachsen kann", betonte Claudia Wolters.
"Unser Ziel ist es, einen Beitrag zum
Klimaschutz zu leisten und dabei Kosten bei der
Wärmeversorgung einzusparen", so Wolters.
Beide Ziele werden erreicht. Durch die neue
Wärmeversorgung der öffentlichen Gebäude, sollen
sich der heutige CO2-Ausstoß um 70 Prozent
verringern und die Verbrauchskosten jährlich um
rund 45.000 Euro reduzieren.
Die
Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und Uwe Schummer
lobten das vorausschauende Handeln der Gemeinde
Brüggen. "Hier zeigt sich, wie man
nachhaltiges Handeln in die Praxis umsetzt",
lobte Schummer. Insbesondere freuten sich die
Abgeordneten darüber, dass 523.000 Euro des rund
1,6 Mio. Euro Projektes aus dem Konjunkturpaket II
in diese ‚Investition für die Zukunft' geflossen
sind. Schummer und Jung nahmen auch ‚Hausaufgaben'
mit nach Berlin. Bürgermeister Gerhard Gottwald
kritisierte, dass es aufgrund des Abfallrechts,
welches Teil des Umweltrechts ist, manchmal zu
juristischen Problemen käme, welches Holz für die
Energiegewinnung genutzt werden dürfte und welches
nicht. Dieses Problem soll nun im Umweltausschuss
des Bundestages thematisiert und geprüft werden.
Hintergrund: Der
Besuch in Brüggen erfolgte im Rahmen der ‚Zukunftswerkstatt',
welche die Viersener Kreis CDU auf ihrem
Kreisparteitag im Frühjahr diesen Jahres gegründet
hatte. Ziel dieser ‚Werkstatt' ist es, sich in den
nächsten zwei Jahren in vier unterschiedlichen
Workshops, mit folgenden Themen zu befassen: -
Demographischer Wandel (Luise Fruhen/ Dr. Christian
Lange) - Bildung, Jugend und Gesellschaft (Uwe
Schummer MdB/ Dr. Stefan Berger MdL) - Wirtschaft,
Finanzen und Haushalte (Christian Weisbrich MdL/
Michael Aach) - Umwelt, Ökologie und Innovation
(Dr. Marcus Optendrenk/ Christian Pakusch) Die
Ergebnisse sollen auf dem Kreisparteitag im Jahr
2013 vorgestellt werden. Die praxisnah erarbeiteten
Ergebnisse sollen auch als Grundlage für die
Erarbeitung der kommunalen Wahlprogramme ab 2013
dienen. Für den Auftakt der ‚Zukunftswerkstatt'
war Andreas Jung MdB, der Vorsitzende des
Parlamentarischen Beirats für nachhaltige
Entwicklung, auf Einladung von Uwe Schummer, in den
Kreis Viersen gereist.
Das beigefügte
Bild vor dem ‚Heizkessel' des Energiezentrums
zeigt (v.l.n.r.): - Andreas Jung MdB, - Gerhard
Gottwald, Bürgermeister der Gemeinde Brüggen -
Claudia Wolters, Vorsitzende der CDU Brüggen -
Joachim Voigt, Ansprechpartner für den Betrieb der
Holzhackschnitzelanlage - Uwe Schummer, MdB
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