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Presse-Information
vom 5.9.2011
Ein Weg aus der Gewalt

Uwe Schummer besuchte gemeinsam mit der
Kreisvorsitzenden der Frauen Union (FU), Anne
Kolanus, das Viersener Kinder- und Frauenschutzhaus.
Anlass des Besuchs war eine Spendenübergabe der
Frauen Union in Höhe von 500 Euro an die
Einrichtung. Von der Geschäftsführerin des
Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Viersen,
Wilma Quack, wurde bei diesem Termin über die
Arbeit und die gesammelten Erfahrungen mit den
Frauen und Kindern berichtet. Im Frauenhaus findet
sich ein gesellschaftlicher Querschnitt "von
der Krankenschwester, über die Biologin bis zur
Ärztin" wieder, berichtete Quack. Rund 45.000
Frauen nehmen die Beratung der Frauenhäuser im Jahr
bundesweit in Anspruch, rund 180 (Frauen und Kinder)
sind es im Kreis Viersen. "Die Verweildauer der
Frauen in unserer Einrichtung liegt im Schnitt bei
drei Monaten. Es gibt keinen ‚Klebeeffekt' ",
so Wilma Quack. Ziel ist es, den Frauen in der Zeit
ihres Aufenthalts "neue Kraft" zu geben
und "Perspektiven in beruflicher aber auch
privater Hinsicht" für eine Zeit nach dem
Frauenhaus zu schaffen. Die Betreuung im Haus ist
vielfältig. Gerade wurde eine Etage im Haus
umgebaut, damit die Erzieherin, Renate Ackermann,
die Möglichkeit hat, die Kinder der Frauen
"individuell und gezielt" betreuen zu
können. Die erfahrenen Demütigungen, Bedrohungen
und Einschüchterungen sollen auch durch Ablenkung
in Vergessenheit geraten. Die Hauswirtschafterin
Renate Jacobs bietet aus diesem Grunde ein
gemeinsames Kochen für die Frauen an und freut sich
darüber, wie die Frauen so "neue Kraft
tanken".
Eine Besonderheit
bietet das Viersener Frauenhaus im Vergleich zu
anderen Häusern. Die meisten Kinder- und
Frauenschutzhäuser bieten Müttern die Möglichkeit
ihre Söhne nur bis zu einem Alter von 12 Jahren mit
aufzunehmen. Diese Einschränkung gibt es in Viersen
nicht. "Wir prüfen das im Einzelfall. Wir
halten es für nicht in Ordnung, wenn man diese ‚halben
Männer' generell als Täter abstempelt", so
Quack. Uwe Schummer und Anne Kolanus zeigten sich
sichtlich beeindruckt von den Erfahrungsberichten
und der Arbeit im Frauenhaus. "Häusliche
Gewalt darf kein Tabuthema sein. Es ist ein weit
verbreitetes Problem in unserer Gesellschaft",
so Uwe Schummer. "Die Hilfe, Beratung und auch
die vorübergehende geschützte Unterkunft sind ein
hervorragender Weg um den Frauen neuen Mut zu machen
und einen Start in ein neuen Lebensabschnitt zu
ermöglichen ", ergänzte Anne Kolanus,
Hintergrund:
Anlässlich der
Berlinfahrt, einem Besuch bei Uwe Schummer MdB,
hatten die Teilnehmerinnen der Frauen Union im Kreis
Viersen 2000 Euro gesammelt, die sozialen und
kulturellen Einrichtungen im Kreisgebiet gespendet
werden sollen. Die Ballettschule "Annette
Schulz" aus Boisheim erhielt bereits eine
Spende in Höhe von 500 Euro für eine Bildungsfahrt
nach Berlin. Die weiteren Spendenübergaben sollen
im Herbst erfolgen. Weitere Informationen zur Arbeit
des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. wird
unter www.skf-viersen.de bereitgestellt.
Das Foto zeigt (v.l.n.r.):
Anne Kolanus (Kreisvorsitzende Frauen Union), Uwe
Schummer MdB, Renate Ackermann (Erzieherin im
Frauenhaus), Renate Jacobs (Hauswirtschafterin),
Wilma Quack (Geschäftsführerin Sozialdienst
katholischer Frauen e.V. Viersen)
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