Mit einem starken Team stellt sich der CDU-Kreisagrarausschuss auf seiner Mitgliederversammlung breiter auf. Neben dem wiedergewählten Vorsitzenden Peter Joppen aus Vorst, engagieren sich nun Claudia Wendt aus Gützenrath und Christina Kothes aus Süchteln zwei Stellvertreter sowie Claudia Achten aus Kempen als Geschäftsführerin für eine nachhaltige und moderne Landwirtschaft im Kreis Viersen. „Ich bin froh, dass wir auch mit neuen Beisitzern, frische Impulse im Kreisagrarausschuss setzen können. Vor allem im Hinblick darauf, dass ich in zwei Jahren den Vorsitz abgebe. Es ist dann an der Zeit den Stab an die nächste Generation zu übergeben.“, so Peter Joppen. Denn die Herausforderungen für die Zukunft sind vielfältig, was die mit 70 Teilnehmern gut besuchte Diskussion mit Staatssekretär Dr. Bottermann vom Landesministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbrauchschutz zeigte.

Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Fläche steigen enorm, da die zur Verfügung stehende Fläche sinkt. Vor allem durch weitere Flächenversiegelung durch die Ausweitung der Stadtflächen für Wohnbauten, Gewerbeflächen und Verkehr. Pro Tag verliert NRW 10 Hektar fruchtbare Acker- und Weidefläche, das entspricht 14 Fußballfeldern. „Auf Beton wächst keine Nahrung“, so Joppen, „hier besteht dringender Handlungsbedarf. Wir Landwirte erzeugen gerne regionale Lebensmittel, um diese auch regional zu vermarkten. Voraussetzung dafür ist vor allem eine andere Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.“ Das ist auch das Ziel der Landesregierung wie Staatssekretär Dr. Bottermann darstellt. Die Flächenversiegelung muss weiter reduziert werden. Ein wichtiger Baustein dafür sei es, die vorhandenen Naturflächen zu pflegen und aufzuwerten und keine weiteren Flächen der Landwirtschaft zu entziehen.

Staatssekretär Dr. Bottermann wirbt dafür, in den oft emotional geprägten Agrardiskussion, respektvoll miteinander umzugehen, um sachliche Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten, auch bei der Tierhaltung. Tierhaltung muss in NRW weiterhin machbar bleiben. Hier sind bestehende Tierhaltungssysteme weiterzuentwickeln, um mittelfristig eine breitere Akzeptanz der Bevölkerung zu erhalten. Dies sollte nach Ansicht von Bottermann möglich sein, ohne den Bürgern vegetarische oder vegane Ernährung vorzuschreiben.

Foto 1 Nienhaus Vorstand

Hier zum Foto.

Foto 2 Nienhaus Fruhen Bottermann MdLs

Hier zum Foto.