CDU-Fraktionsmitglieder
in der Landschaftsversammlung
Rheinland lehnen
Landschaftsverbandsumlage
in Höhe von 17 Prozentpunkten ab
Es gibt
Spielraum für eine Senkung der Umlage von
0,5 Prozentpunkten. Dies bedeutet für den
Kreis Viersen eine mögliche Einsparung in
Höhe von rund 1,7 Millionen Euro.
Die
CDU-Fraktion im LVR wird eine
Landschaftsverbandsumlage von 17
Prozentpunkten - wie sie von der Kämmerin
und Ersten Landesrätin des LVR mit dem
Haushaltsentwurf 2012 eingebracht wurde -
nicht mittragen. Dies beschloss die
CDU-Fraktion auf ihrer
Haushaltsklausurtagung zum Ende des letzten
Jahres. Die Vertreter des Kreises Viersen in
der CDU-Fraktion der Landschaftsversammlung
Rheinland, Fritz Meies und Angelika
Thiel-Hedderich, sehen die Möglichkeit, die
Umlage von derzeit 17,0 Prozentpunkten um
0,5 Prozentpunkte auf 16,5 Prozentpunkte zu
senken.
So haben
die CDU-Mitglieder aus dem Kreis Viersen,
Fritz Meies und Angelika Thiel-Hedderich,
wenig Verständnis für die geplante
Wertberichtigung der RWE-Aktien. Sie
schlägt mit 41 Millionen Euro zu Buche. Die
Position der CDU-Fraktion ist in dieser
Frage klar und eindeutig: "Wenn der LVR
die Aktien nicht verkaufen will, muss er
auch nicht den Wert berichtigen. Das ist nur
eine Buchung, die die
Mitgliedskörperschaften des LVR aber teuer
zu stehen kommt."
Zum anderen
verweisen die CDU-Fraktionsmitglieder auf
die in absoluten Zahlen verbesserte
Einnahmesituation des LVR aufgrund höherer
Steuereinnahmen. "19,5 Millionen Euro
mehr durch die Landschaftsumlage, 38,4
Millionen Euro mehr Schlüsselzuweisungen:
Das sind unter dem Strich 57,9 Millionen
Euro mehr, die in die Kasse des LVR
sprudeln. Das entspricht rund 0,5
Prozentpunkten, um die der LVR die Umlage
senken könnte", zeigen die Mitglieder
der Landschaftsversammlung auf. Die
zusätzlichen Steuereinnahmen seien eben so
wenig ein Verdienst des LVR wie des Landes
Nordrhein-Westfalen. "Also gehören die
Steuermehreinnahmen in die rheinischen
Städte und Kreise. Also dorthin, wo sie
durch den Fleiß der Bürgerinnen und
Bürger und zusätzliche Arbeitsplätze in
den Unternehmen erwirtschaftet wurden",
betonen Fritz Meies und Angelika
Thiel-Hedderich. Viele rheinische Städte
und Kreise seien finanziell ohnehin in einer
sehr schwierigen Lage. Die Mitglieder der
CDU-Fraktion in der Landschaftsversammlung,
Fritz Meies und Angelika Thiel-Hedderich,
fordern deshalb ein, dass ein Umlageverband
wie der LVR alles daran setzen muss, die
kommunale Familie zu entlasten.
22 Städte
und Kreise, deren Oberbürgermeister und
Landräte, darunter auch der Landrat unseres
Kreises Viersen, Peter Ottmann, haben
schriftlich deutliche Einwände gegen die
beabsichtigte Landschaftsverbandsumlage von
17 Prozentpunkten erhoben und fordern
ebenfalls eine Umlagesenkung auf sogar 16,25
Prozentpunkte und begründen dies ebenso mit
der Erhöhung der Schlüsselzuweisung an den
LVR und der Forderung auf Verzicht der
Abschreibung von RWE-Aktien. Die Mitglieder
der CDU-Fraktion, Fritz Meies und Angelika
Thiel-Hedderich, stellen sich somit erneut
an die Seite des Kreises Viersen. Die
CDU-Fraktion in der Land-schaftsversammlung
Rheinland fordert aus diesem Grunde die
Ampelkoalition von SPD, Grüne und FDP auf -
im Sinne der rheinischen Städte und Kreise
- bei den anstehenden Haushaltsberatungen
einer Senkung der Landschaftsverbandsumlage
um mindestens 0,5 Prozentpunkte zuzustimmen.
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