| CDU,
SPD, FDP und Grüne einigen sich auf
Eckpunkte für Kreistag.
Themenschwerpunkte
sind Kreisfinanzen
und Wirtschaftsförderung
Nach
mehreren Gesprächsrunden haben sich CDU,
SPD, FDP und Grüne am vergangenen
Donnerstag in einem Spitzengespräch auf die
wichtigsten Weichenstellungen für die
konstituierende Kreistagssitzung am 29.
Oktober und die Kernthemen der neuen
Wahlperiode geeinigt. Die vier Parteien
stellen 60 der 64 Kreistagsabgeordneten im
neuen Kreistag. Nach dem Willen der vier
bisher bereits im Kreistag vertretenen
Parteien soll die Arbeit des Kreistages und
seiner Ausschüsse gestrafft, aber zugleich
deutlich intensiviert werden. Dazu wird der
Partnerschaftsausschuss mit dem
Kulturausschuss zusammengelegt, andererseits
aber ein elfköpfiger Finanzausschuss neu
gegründet. Er soll sich insbesondere mit
dem Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF),
der Abwicklung des jährlichen Haushaltes
sowie den Themen Ausschreibungen und
Vergaben beschäftigen. Der Sportausschuss
soll sich noch stärker als bisher mit der
ehrenamtlichen Arbeit in Vereinen und
Verbänden beschäftigen. Die Zahl der
Ausschussmitglieder im Organisations- und
Personalausschuss wird von fünf auf sieben
erhöht. Vor jeder Ausschuss-Sitzung soll
nach dem Vorbild der Praxis in den Städten
und Gemeinden des Kreises eine
Vorbesprechung der Verwaltung mit den
Ausschussvorsitzenden, deren Stellvertretern
und den Sprechern der Fraktionen
stattfinden. Damit soll eine verbesserte
Sitzungsvorbereitung in den Fraktionen
ermöglicht werden. Einen der
Themenschwerpunkte der neuen Wahlperiode
sehen die Parteien in einer intensiven
Diskussion über die zukünftigen Aufgaben
der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG).
Dazu soll sich nicht nur der Aufsichtsrat
der WFG mit einem neuen Leitbild
beschäftigen, sondern der gesamte Kreistag.
Die wesentlichen Weichenstellungen sollen
bis zum Sommer 2010 erfolgen. Die Partei-
und Fraktionsvorsitzenden der vier Parteien
wollen sich regelmäßig gemeinsam über das
Verfahren abstimmen. Zudem wird die Zahl der
Aufsichtsratsmitglieder des Kreises auf neun
erhöht. Daneben gehören wie bisher die
neun Bürgermeister der Städte und
Gemeinden dem Aufsichtsrat an. Die Sparkasse
Krefeld hat zukünftig eine beratende Stimme
im Aufsichtsrat der WFG. Der Kreis ist an
der Sparkasse zu 50 % beteiligt. Sie ist
nach Auffassung der Parteispitzen von CDU,
SPD, FDP und Grünen neben der WFG das
wichtigste Instrument der
Wirtschaftsförderung für den Kreis Viersen.
Daher sei eine institutionalisierte
Verzahnung zwischen WFG und Sparkasse
wünschenswert.
Geeinigt
haben sich die Spitzen der vier Parteien
auch auf wesentliche personelle Besetzungen.
Danach stellt die CDU wie bisher den 1.
stellvertretenden Landrat, die SPD den
zweiten stellvertretenden Landrat. Die FDP
hat das Besetzungsrecht für den
3.stellvertretenden Landrat. Die
Vorsitzenden der Ausschüsse und Gremien
werden zukünftig in folgendem Verhältnis
besetzt: CDU: Schulausschuss;
Kulturausschuss; Ausschuss für Gesundheit,
Soziales und Senioren; Jugendhilfeausschuss;
Sportausschuss; Organisations- und
Personalausschuss; Wahlprüfungsausschuss;
Kreiswahlausschuss; Aufsichtsrat der
Verkehrsgesellschaft. SPD: Planungs-,
Umwelt- und Verkehrsausschuss;
Finanzausschuss; Beirat der Gesellschaft zur
Förderung der Beschäftigung (GFB) im Kreis
Viersen. FDP: Betriebsausschuss des
Abfallbetriebs; Kreispolizeibeirat. Grüne:
Rechnungsprüfungsausschuss. Den Vorsitz im
Kreistag, im Kreisausschuss und im
Aufsichtsrat der WFG hat der Landrat.
Die
stellvertretenden Ausschussvorsitzenden
werden nach dem Vorschlag wie folgt besetzt:
CDU: Finanzausschuss; Betriebsausschuss des
Abfallbetriebs; Kreispolizeibeirat; Beirat
GFB. SPD: Kreisjugendhilfeausschuss;
Rechnungsprüfungsausschuss;
Wahlprüfungsausschuss; Organisations- und
Personalausschuss; Schulausschuss; Ausschuss
für Gesundheit, Soziales und Senioren;
Sportausschuss; Kreiswahlausschuss; FDP:
Kulturausschuss. Grüne: Planungs-, Umwelt-
und Verkehrsausschuss.
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